Spielzeugmuseum
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Spielzeuge alle Art haben dabei den Menschen seit jeher begleitet. Schon die Kinder der Frühzeit erschlossen sich ihre Umwelt, indem sie Murmeln aneinander stießen, Holzkreisel drehten oder die Strohpuppe in den Arm nahmen. Heute ist dies nicht anders: die Fabelwesen, Miniaturautomobile und Plüschbären, die unsere Stuben bevölkern, sind Lehrer und Erzieher im Miniaturformat. Und auch wenn die gestalterischen „Segnungen“ der modern-technisierten Plastik- und Neonwelt viel Liebenswürdigkeit und Charme aus den Kinderzimmern genommen haben, so hat das Spielzeug als Spiegel der jeweiligen Gesellschaft seine Faszination doch nie eingebüßt und ist ein Begleiter der Menschen oftmals bis ins hohe Alter geblieben.

Diese Bindegliedfunktion des Spielzeugs zur eigenen Vergangenheit und seine enorme Bedeutung für die Bewahrung der persönlichen Geschichte war es, die mich schon frühzeitig mit der Idee konfrontiert hat, ein Denkmal für die Kinderwelt in Form einer Ausstellung zu kreieren, die in die Historie entführt, die uns alle in gewisser Weise gleichermaßen geprägt hat. Altbekannte, liebgewonnene Weggefährten wiederentdecken, sich erinnern, träumen, lachen und auch weinen – das war für mich der Schlüssel, um persönliche Geschichte erlebbar zu machen ohne zu ermüden und Wertvolles für die Zukunft zu bewahren.

Die praktische Umsetzung dieser Vision sollte alsbald Gestalt annehmen. Bereits vor dem Mauerfall lernte ich den bekannten Thüringer Bildhauer und Spielzeugsammler Herbert König aus Suhl kennen, der schon damals über einen gewaltigen Fundus an Spielzeug aus den letzten 3 Jahrhunderten verfügte. Unsere Wege sollten sich in den folgenden Jahren noch das eine ums andere Mal kreuzen und über die Zeit verdichtete sich die Idee, mein geschäftliches Know-how und seine thematische Sachkunde und Künstlerhand für die Errichtung eines Spielzeugmuseums nutzbar zu machen.

Datum: 21.01.2013



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21.01.2013

Spielzeugmuseum
Spielzeuge alle Art haben dabei den Menschen seit jeher begleitet. Schon die Kinder der Frühzeit erschlossen sich ihre Umwelt, indem sie Murmeln aneinander stießen, Holzkreisel drehten oder die Strohpuppe in den Arm nahmen. Heute ist dies nicht anders: die Fabelwesen, Miniaturautomobile und Plüschbären, die unsere Stuben bevölkern, sind Lehrer und Erzieher im Miniaturformat. Und auch wenn die gestalterischen „Segnungen“ der modern-technisierten Plastik- und Neonwelt viel Liebenswürdigkeit und Charme aus den Kinderzimmern genommen haben, so hat das Spielzeug als Spiegel der jeweiligen Gesellschaft seine Faszination doch nie eingebüßt und ist ein Begleiter der Menschen oftmals bis ins hohe Alter geblieben.